Gründung
Die „Registrierte Lichtgenossenschaft mit unbeschränkter Haftung Neukirchen am Großvenediger“ wurde am 24. August 1929 gegründet. Zum Gründungsdatum bestand die Genossenschaft aus 65 Mitgliedern.
Bild: stehend v.l.: Josef Eichinger, Rudolf Uhrmann, August Hörhager, Johann Steiner, Johann Bräuer, Pius Ensmann; sitzend v.l.: Alois Gruber, Pfarrer Mathias Göllner, Josef Zwicknagel (Obm), Raimund Zingerle, Anton Lemberger, Anton Hochreiter
Baubeginn
Der Baubeginn des Leitungsnetzes begann 1930 zusammen mit dem Bau des Kraftwerks Wiesbach. Die anfänglich geringe Abgabeleistung aufgrund der wenigen Mitglieder zwang die Genossenschaft dazu, den Mitgliedern eine gewisse Stromabnahme vorzu- schreiben. Diese Überschussproduktion fand ein jähes Ende mit dem Wirtschaftsaufschwung Ende des zweiten Weltkrieges. Eine Aufnahmesperre für neue Mitglieder war auf Grund zunehmender Versorgungsengpässe die Folge.
Bild: Eröffnung Wiesbach Kraftwerk
Konstante Versorgung
Bis Ende 1958 konnte mit Hilfe zusätzlicher Energie durch das Zinkenkraftwerk der Gebrüder Lechner eine konstante Versorgung gewährleistet werden. Ein rettender Anschluss an die SAFE scheiterte an strengen Bedingungen und hohen Kosten und es kam beinahe zur Auflösung der Lichtgenossenschaft. Anfang 1959 wurde auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Hans Schweinberger eine Neuverhandlung mit der SAFE und der Anschluss an das SAFE-Netz erreicht.
Bild: Maschinensatz im Zinkenkraftwerk, ca. 1960
Bau Kraftwerk Dürnbach
1960 wurde mit dem Bau des Kraftwerkes Dürnbach begonnen, um den Bedarf wieder vorwiegend aus eigener Erzeugung decken zu können. Mitte der 60er Jahre stieg der Energieverbrauch mit Aufkommen des Wintertourismus. Um dem steigenden Verbrauch Herr zu werden, wurde 1967 ein zweiter Maschinensatz im Kraftwerk Dürnbach installiert und die Leistung des Kraftwerks nahezu verdoppelt. Trotz dieser Investition musste der Betrieb der Sesselbahn auf den Wildkogel durch die SAFE sichergestellt werden.
Das dritte Kraftwerk
Der stetig weiter steigende Energiebedarf machte es notwendig, ein drittes Kraftwerk am Untersulzbach zu errichten. Das Kraftwerk wurde in den Jahren 1977 bis 1979 gebaut.
Kraftwerk Wiesbach Neu
Da das 1930 errichtete Kraftwerk Wiesbach das Ende seiner technischen Lebensdauer erreicht hatte, wurde dieses von 1995 bis 1996 komplett neu aufgebaut. Durch die zusätzliche Anhebung der Fallhöhe konnte die Kraftwerksleistung um das Vierfache gesteigert werden.
Erweiterung KW Untersulzbach
2001 wurde ein zweiter, kleinerer Maschinensatz, im Kraftwerk Untersulzbach eingebaut, um den Wirkungsgrad in den Wintermonaten zu verbessern. Außerdem waren dadurch die Revisionsarbeiten an der Hauptmaschine ohne gänzlichen Stillstand des Kraftwerkes möglich.
Nahwärme Neukirchen
2008 – 2009 gründete und eröffnete die Lichtgenossenschaft Neukirchen mit Ihrer Tochtergesellschaft, der Nahwärme Neukirchen GmbH, das Biomasseheizkraftwerk in Neukirchen. Mit diesem Heizkraftwerk werden über 240 Kunden in Neukirchen ganzjährig und klimaneutral mit Wärmeenergie versorgt.
Wildkogelbahn Garage
Die „Wildkogelbahn Garage – Lichtgenossenschaft“ mit 127 Stellplätzen wurde eröffnet. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Talstation der Bergbahnen Wildkogel, direkt im UG des Resorts „Das Neukirchen“. Die Garage bietet Kurz-, Langzeit- und Dauerparkern eine sichere Parkmöglichkeit mit barrierefreier Ausstattung, Personenlift, Videoüberwachung und Ladestationen für E-Autos.
Kraftwerk Sulzau
Nach intensiven Verhandlungen mit der Salzburg AG und den Österreichischen Bundesforsten sicherte sich die Lichtgenossenschaft einen Anteil von 27,5% am Wasserkraftwerk Sulzau und gründete gemeinsam mit der Salzburg AG die
KW Sulzau GmbH.
Das € 23.500.000,- Projekt ermöglicht eine Engpassleistung von 5.600 kW bei einem Gesamtjahresarbeitsvermögen von 18.000.000 kWh inklusive Restwasserturbine und erzeugt so elektrische Energie für über 5.000 Haushalte.